Allgemeines kritisches Archiv — 3.1777

Seite: 332
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gründe befindlichen Wasser, einen Theil bis
«in ihre Oberfläche ziehe, es oben wieder aus-
laufen lasse, und also Brunnquellen mache,
das kann nicht eingeräumt werden, weil die
Vermischung der Erde, und andrer Erdkör-
per, wie sie in unsrer Erdkugel beysammen und
über einander liegen, dieses nicht statt finden
lasset; ungeachtet einige von dem Verfasser
angeführte Experimente im Kleinen diese Mey-
nung zu begünstigen scheinen. Andre Natur,
kundigerhaben geglaubt, daß die Brunnquel-
len, die bei) verschiednen Gelegenheiten nicht
merklich abnehmen, nicht vom Regen, Schnee
und Thau, sondern von dem uncerirrdischerr
Wasser, auf eine mittelbare Are so herrühren,
daß selbiges, wenn es entweder durch eine
Währung, oder durch unrerirrdisches Feuer,
erhitzt wird, in Wasserdämpfen in den Erd,
klüften in die Höhe steige, sich oben an kühlen,
rhonigten, und andern Orten versammle, und
als Quellwasser da und dort wieder ausliefe.
Hiervon will der Verfasser die Möglichkeit
nicht ganz läugnen, allein bey Brunnen, die
eine starke Menge Wasser ausführen , und bey
anhaltender Dürre nicht abnehmen, kann er
dieses nicht gelten lassen. Wahrscheinlicher
und glaubwürdiger ist es, nach seiner Mey-
nuttg, daß dergleichen Quellen von Flußwas-
ser , das in einer höhern Gegend des Erdbo-
dens liegt, oder von einem großen Eee von
stssen Wasser, das in den Erdboden eindringt,
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