Allgemeines kritisches Archiv — 3.1777

Seite: 376
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Pans. Saillant und andre haben A. 1775
die zwey ersten Bande eines Werkes abgedruckt,
das fortgesetzt werden soll. Adrian Richter,
der oft von uns angeführte Sammler gerichtli-
cher Geschichten, giebt ein rbmmro c!u mon6e
heraus, worinn in kurzen Geschichten Tugen-
den und Laster gegen einander in Vergleichung
gebracht werdet!. Die Verleger haben der
Sammlung alle mögliche Ehre angethan, und
die vor uns liegenden zwey Theile haben zwölf
unvergleichlich schöne Kupfer, mehrentheils
von Maritlier gezeichnet, und von Longueil ge-
stochen. Der Königin Bild hatten sie vorne
geliefert, haben aber kein treffendes Gemählde
ausfindig machen können. Der erste Band
ist z66 S. stark. Hr. R. hat seine Geschichte
aus alten und neuen Quellen genommen, und
diese Quellen genennt. Bald sollte man sonst
glauben, er habe aus dem Gedächtnisse geschrie-
ben, da hin und wieder offenbare Fehler wider
die Aufrichtigkeit der Geschichte stehen. Sa-
lome war des Herodes Schwester. LucekiuS
ist kein Atheniensischer Name, und die ganze
Geschichte vermuchlich eine Fabel. Die Ge-
schichte des Triumvirats sollte nicht aus einem
Fulgosue genommen werden. Des Dio wider
den Seneca gerichtete Anklagen werden am be-
sten durch die ersten Jahre der Regierung des
Nero widerlegt, da Seneca und Burrhus un-
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