Allgemeines kritisches Archiv — 3.1777

Seite: 459
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ein Rr'em die Herausgabe dieses Buchs unter-
nommen, es mit häufigen oft Seitenlangen An-
merkungen und einer ansehnlichen Nachrede be-
gleitet hat, ist ein sehr kräftiges Zeugniß seiner
Güte. — Was der Titel vermuthen laßt, ein
Handbucb für die Mittelgattung von Land-
leuren , bestätigt die innere Einrichtung. Ein
Vater belehrt seinen Sohn, der eine Wirt-
schaft von 2v Morgen Acker, 2 Morgen Wie-
sen nebst Haus und Garten antreten soll, in
tunen abgebrochnen Sätzen. Gegen diese Be-
stimmung erregten Anfangs einige verwickelte
Perioden und einige sublime Ausdrücke Zweifel
in uns, nicht als hatten wir die gemeine un-
veredelte Bauersprache erwartet, sondern weit
die Politur der Verständlichkeit nicht zu nahe
treten muß. — Was in dem Gesichtspunkt der
Verfasser, in einem Unterricht zur Verbesse-
rung des Wohlstandes der Mittelgattung von
Landleuten, gehört und bisher nicht gehörig an-
gewandt worden ist, handeln sie ab. Bey un-
fern Schranken können wir bloß die Anordnung
im Ganzen angeben. Erst von der Verbesse-
rung des sittlichen Wohlstandes eines mittel-
mäßigen Bauern, oder Eingang zum Ganzen,
wie sich ein gemeiner Bauer im Ehstande und
seiner Haushaltung als Unterthan und Mitglied
des Staats, als Gemeindömann, als Varer zu
betragen habe, und Beschluß dieses ersten Theils
— 2ter Theil von dem schlechten Zustande ei-
nes mittelmäßigen Bauern, seiner Armuth, ih-
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