Allgemeines kritisches Archiv — 4.1777

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sitzt am Korne fester. Von der Gerste darf
man nicht alle Kleye wiederum unter die Müh-
le bringen, wie beym Weitzen. Der Serier
Roggen, ökonomisch behandelt, hat 18z Pf. aus-
gegeben, zwar von dreyerley Mehl, aber die
zweyte und die dritte Gattung sind so gut, als
die erste, und der Gewinnst ist am Brodte noch
grösser, als am Mehle, ungeachtet dieses letztere
weisser rind besser ist. Diese ökonomische Are
zu mahlen, läßt auch keine Kleyen bleiben, und
der Vortheil bezahlt die Zeit wohl, die man auf
das wiederholte Mahlen anwendet. Zu Bour-
deaux hat man die ökonomische Weise mit dec
mittägigen verglichen, und der Profit von jener
ist zum Profit bey dieser wie 54 Pf. zu sz Pf.,
das weisse Brodt aber wie 44z zu 157 gewesen-
Nochmals die Vorzüge des ökonomischen Mah-
lens : sie sind am Roggen und an der Gerste
noch grösser, als am Weitzen. Man nutzt
Theile des Getraides, die sonst als unbrauchbar
weggeworfen werden, und zumal das Gries,
das sonst gutentheils dem Hühnervieh zuwuchs.
Es hat einen Vorzug im ordentlichen Aushauen
des Mühlsteins, und das Festsetzen des Beu-
tels erspart viel Zeit und Mühe.
Zug zu den Gott- Anz. 17. Stück.

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