Allgemeines kritisches Archiv — 4.1777

Seite: 178
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urtheilungskraft unsers Romanschreibers Ehre,
daß er unter den mancherley Formen, die diese
Produkte des Witzes annehmen, die abendthen-
erliche ausgewählt har. Nach der Verfeme-
NlngSgeschrchte aller kultivirren Völker, ist sie
am meisten im Geschmack einer Nation, die sich
ihrer Rohigkeit zu entwinden anfängt, eben
weil sie den wenigsten fordert und seinen Hang
zum Ausserordentlichen und Unerwarteten begün-
stiget»
Vielleicht daß dieser Versuch einen Pohlen
von hervorstechenden Talenten aufmuntert, seine
Landesleute ihre Thorheiten, verkehrte Sitten
und Gewohnheiten in einem Roman belachen zu
lassen, und dadurch die erste Hand an ihrem Um-
sturz zu legen. Ein solches Werk würde denn
auch den Ausländer interessiren, und deshalb ei-
nen Ueberseher verdienen»
Bresl»Nachr. !4tesStLck.
67.
Leben Johann Friedrichs desGroßmüthi-
gen, Churfürsten von Sachsen. Dres-
den 1776.
Eine matte Geschichte, an welcher die Muse
Clio wohl nicht gearbeitet hat. — Johann
Friedrich hatte sich zu seiner Zeit eine allgemeine
Hochachtung in Deutschland erworben ; fürstliche
Talente, Grösse der Seele, und selbst Bekannt-
schaft
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