Allgemeines kritisches Archiv — 4.1777

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Der Herr Verfasser hat sich vorgenommen,
einige der wichtigsten Lehren der Jurisprudenz
systematisch auszuarbeiren. Er har in dieser
Absicht im Jahr 177s einen Versuch einer
systematischen Entwickelung der ganzen Lehre
von der Gerichtsbarkeit, der weltlichen sowol,
als der kirchlichen herausgegeben/ welche n
Bogen betragen: dermahlen erwählet derselbe
die weiklauftige Lehre von der Erbfolge Hu sei-
nem Gegenstand. Er stehet nicht bloö auf die
Römische; sondern auch deutschen Rechte: auf
die Allodialerbfolge sowol/ als die Lehnfolge
und erwählt sich also wahrhaftig ein weitläuftig
Feld. Die Ordnung ist folgende. Die ganze
Schrift begreift zwey Theile/ davon Vereine
der Allodialerbschaft: der andere der Lehnfolge
gewidmet. Bey der erster» wird erst die rö-
mische: sodann die deutsche und endlich die
heutige Succession vorgetragen. Bey den beys
den erstem wird rheils auf die Successionöord-
nung/ rheils auf deren Würkungen gesehen.
Bey der Römischen Successionsordnung wird
zusörderst die gesetzliche der nicht gesetzlichen
entgegengestellt und unter der letzter» die testa-
mentarische, bedungene, und vermischte; des-
gleichen die prätorische begriffen. Bey der
Inrestakfolge handelt der Verfasser rheils von
den Principien, so vor des Justiniani Zeiten
in Ansehung der Erbfolge statt gehabt; theils
von denen, so nachher angenommen worden:
die bedungene aber hätte sogleich ganz wegblei-
ben
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