Allgemeines kritisches Archiv — 4.1777

Seite: 220
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man kann auch/ wenn man erst die Hauptörter
der Länder, unter deren Überschrift es erzählt
wird, kennet, oder auch vermittelst des Regi-
sters, das, was zu der Geschichte eines Staats
gehört, hinter einander, und also gleichsam im
Zusammenhangs lesen. Die Hrn. Verfasser be-
haupten, daß man auf solche Weise in ihrem
Werk die vollständigste Geschichte einzelner
Völker finden werde. Ihre Meynung ist, sie
hätten mit Wissen und Willen, nichts von dem,
was sie gefunden, und einiger massen nach der
Zeit hätten in Ordnung bringen können, wegge-
lassen. Ob aber alles dieses denjenigen, für
welche das Werk bestimmt ist, zu wissen nökhig,
nützlich und angenehm ist? das ist eine andere
Frage. Man kann aber in diesem Buch eben
sowol als in andern, etwas überschlagen. Es
ist nicht ohne Kritik, die Fehler und Mangel
aber, welche etwa vorhanden sind, müssen dem
Ungeschrieben werden, daß diese Arbeit für die
Herren Verfasser neu war, und Geschwindig-
keit erforderte. Die Schreibart ist verschie-
den, auch wegen der ohne Ucsach gehäuften klei-
nen Wörter, (z.B. da rhut er denn nun aber
offenbar der Sache zu viel,) hin und wieder et-
was ausgedehnt, im ganzen aber doch gut.
Weil das Werk in halben Bogen ausgegeben
wird, so kann selten mit einem derselben die Er-
zählung beschloßen werden, sie läuft also gemei-
niglich von einem in den andern fort, welches
die Lesung einzelner halben Bogen unangenehm
macht.
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