Allgemeines kritisches Archiv — 4.1777

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Gründlich in Bestätigung der bessern Auslegun-
gen eines Beza/ (Zrdtius/ Lock/ Benson/
u. a. hat der sel. Rirchenr. die Theologie von
vielen gemeinen falschen Beweisen und schwan-
kenden Sätzen gesäubert. Nicht so glücklich
w-ar er, wenn er neue Erklärungen wagte; sei-
nem Vortrage fehlte es auch an der nöthigen
Deutlichkeit und Kürze; und noch mehr an dem
Einnehmenden; sein Ausdruck war nicht immer
rein, edel und gut gewählt, besonders ben Aus-
legung poetischer Stücke der Bibel. Aber wel-
cher Sterbliche hat alle Vorzüge in sich verei-
niget? Um desto tiefer drang unser Zacharlä
in den Geist seines Schriftstellers ein, desto ge-
nauer war er mit der hebräischen und hebr. grie-
chischen Sprache bekannt. — Dieser Erklä-
rung der karhol- Briefe, die wir nun vor uns
haben, ist eine Einleitung vorgesetzt, woriun
meist die gewöhnlichen Meynungen von den hi-
storischen Umstanden dieser Br- sehr gründlich
dargerhan werden. Von dem zweiten Br.
Perri und dem Br. Iudä murhmasset der V.
(N. i. f.) daß beyde Apostel ein jüdisches Buch
vor sich gehabt, aus welchem sie verschiedene Ge-
danken und Bilder entlehnet. Die Gründe
dafür überzeugen uns nicht, und verlieren meist
ihre Kraft, wenn man annimmr, daß Ivdä
Brief ein freier Auszug jenes Petrinifchen ist.
Für fehr wahrscheinlich hält er, daß die drey
Briefe Johannis zugleich und an einerlei) Orr
abgefendet worden. Die Jrrlehrer, wider wel-
che
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