Allgemeines kritisches Archiv — 4.1777

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che Joh. schreibt, sind nach seiner Meynung
Gnostiker; wo sehr richtig erinnert wird/ daß
dergleichen Lehrsätze schon im ersten Jahrh. be-
hauptet worden, ogleich der Name der Gnosti-
ker noch nicht bekannt war. Uns dünkt aber
immer die Meynung wahrscheinlicher/ daß es
jüdische Antichristen seyn. Auf diese passen
alle einzelnen Beschreibungen am besten; und
Rap. 4, 2 g. sagt Johannes nicht/
sondern //wer nicht bekennet
Jesum den Messias / welcher Mensch gewor-
den. " — In der Erklärung selbst (sie be-
steht nach des Vers. Methode/ aus einer Para-
phrase und Noten darüber) bemerket man ei-
nen weit fliessenderen Styl/ als in den frühe-
ren; nicht so lauge Perioden, so ausgehausre
Epitheta u. d. Der Verf. har darin das Be-
ste/ was man über diese Briefe gesagt hat/ con-
centrire; auch zuweilen mit (uns wenigstens)
neuen Auslegungen bereichert. Jacobi 2. ist
so paraphraflrt/ daß nicht ein Schatten von Wi-
derspruch gegen Paulum übrig bleibt. Immer
haben wir die Schwierigkeit nicht im Text/ son-
dern in den Klügeleyen der Ausleger gesunden.
Rap. i. 6. hax der V- das gewöhnliche, Zwei-
feln, beybehalten; welches einen sehr schwieri-
gen Sinn giebt. Warum nicht lieber, er bete
mit ungetheiltem Herzen? ist
nach V 8- Auch Rap- i/ io.
würden wir anders übersetzen, „wenn derRei-
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