Allgemeines kritisches Archiv — 4.1777

Seite: 325
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u. s. w. betrachtet. In jedes dieser Kapitel war
denn dasjenige gebracht/ was, zufolge der Über-
schrift/ am besten hineinpaßte. Da es der Rab-
biner gelefen hatte/ und der andere ihn UM sein
Urrheil bat/ antwortete er ihm: daß an seinem
Haufe nichts weiter mangelte/ als ein Abtritt.
Der Rabbiner stand betroffen, ein so wesentli-
ches Stück vergessen zu haben/ und wüste nicht,
wie er dem Fehler abhelfen sollte. — Das will
ich euch fageN/ sprach der andere Rabbiner, baut
ein ganz neues Haus, und dann, wenn ihr wollt,
nehmt das alte., so ganz wie es da ist, zum Ab-
tritt." Der junge und der alte Dichter: „Ein
junger französischer Theaterdichter las dem Hn.
von Voltaire seine Trauerspiele vor. Wahrend
des Lesens nahm der Hr. von V. ohne Unter-
laß die Mütze vom Kopf, und machte eine Ver-
beugung. Der junge Dichter war darüber be-
treten, und fragte ihn um die Ursache. — Las-
sen sie fichs nicht irren, sagte dec Hr. v- V- es
ist nichts als eine Höflichkeit, die ich gegen alte
gute Bekannte zeuge. Ich höre da so manchen
vorlreflichen Vers , der mir schon sonst beym
Racine und Corneille das gröste Vergnügen ge-
macht har." — Der Verleger verspricht, in
einer angehängten Nachricht, einen Auszug au-
allen sieben Theilen, zum Behuf der Jugend.
„Der Sammler, heißt eö, wird sowol in Ab-
sicht auf die moralische, als auf die poetische
Güte der Stücke, die sorgfältigste Wahl beob-
achten, die weniger gut erzählten Stücke anders
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