Allgemeines kritisches Archiv — 4.1777

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stand, Gebenden, Sprach und Sitten eines an-
dern nachäste? Der Kenner geht mitleidig vor-
über, zieht die Schultern und sagt: Schade,
daß du die Zeit, die du dies zu lernen brauch-
test, nicht bester angewandt hast! Dichtkunst ist
die Sprache der Gütler, die durchaus mcht ent-
heiligt werden darf! In ihr hilft kein Studie-
ren, kein Nachahmen, kein Aeffen! Wer in sei-
ner Brust den Stachel fühlt, geflügelte Wor-
te sagen zu können: nun wohl, der sage sie, be-
kümmre sich nicht drum, ob Wieland oder Ja-
cobi sie auch so gesagt haben möchten: Und wer
diesen Stachel nicht, wohl aber Handejucken
Und Amorkützel fühlt — o weh! der werde
Zeitungsschreiber, Musketier und was er sonst
will, nur aber nun und nimmer ein Dichter,
als höchstens gegen baare Bezahlung, heute ge-
lesen, und Morgen — verbraucht en pspil-
lore zu werden!

Bönigsb. Zeit. 4-tes St.


plLnlM-nm omninm inxtL 5v-
sieinuri8 veZetubilinm in l^inne Täi-
tionem XH1. in vl'nm Irorti dotLnici
kruZeniis. Prag, bey Gerle / 1776,
224 S- in 8.
Es sind freylich die Trivialnamen zu den
Gewachsen der 1340 Geschlechter. Der Her-

Cc z

aus-
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