Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

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der dünne Durchfall aufgehalten werden müsse.
Der Schweiß fange beym 82 Grade der War-
me der Luft an und steige mit der Wärme. In
der Hitze riecht der Harn wie Salmiakgeist und
fault sehr bald. Das Blut fey am Ende eines
warmen Sommers sehr verdünnt, und dieVer-
hältmß des Kuchens gegen das Wasser sehr klein,
dieser auch sehr weich, und hingegen das gelbe
Wasser von zerstreuten Blutkügelchen rorh ge-
färbt. Die schwängern Frauen haben allemak
nach dem dritten Monat ein Leder auf dem
Blute. Zugleich ist in der Hitze derPulöweich
und schwach, und die Farbe gelb: und bey allem
dem ist man am gesündesten. In diesem auf-
gelöset.en Stande des Blurs fey es gefährlich,
die Mittel zu geben, die sonst wider die Entzün-
dung gegeben zu werden pflegen: das will Hr.
C. mit einem Kranken beweisen, dec bloß etwas
Thee mit versüßtem Salpetergeiste gesäuert har-
te, und der davon habe sterben müssen (und den-
noch hätte dieser Salpetergeist allenfalls das Blut
verdickt und nicht verdünnt.) Die Wassersüch-
tigen sterben im heissen Wetter von der Fäul-
n ß der ausgetretenen Säfte, und entrinnen
selten, wenn das Quecksilber auf 94 Grade
steigt. Die allzustarke Reinigung nach der Nie-
derkunft verbindet Hr. C. auch mir der Säure,
seinem großen Feinde: und eben so den weissen
Fluß, bey welchem er Colcorhar oder Blevzu-
cker einspritzr, auch sogar etwas Pracipirak, oder
auch
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