Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

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wo er sonst kein Brechmittel braucht/ giebt er
doch/ wo ein Durchfall ist, zuweilen etwas Ipe-
racuanha. Am meisten wird das Brechen rom
Schleim ekfoderr. Das Grimmen entstehe
entweder von der Saure, oder von dem Zurück-
bleiben der Galle. Bey sehr starken C chmerzen
giebt er den Mohnsaft. In hysterischen Zu-
ckungen läßt er den Mohnfaft hingegen im Kly-
stier beybringen. Ist der Kranke wie betäubt,
so giebt er stark den flüchtigen Hirfchhorngeist.
In der sogenannten Cholera befördert er im An-
fang das Brechen. Diese Krankheit schwächt
in wenig Stunden unglaublich; Hr. C- um-
giebt alsdann den Leidenden mit warmen Back-
steinen , bis er ihn erwärmt hat. Alle halbe
Stunden läßt er Mohnfaft mit Gewürz, als
ein Klystier, einspritzen. Niemals hak er hier
das Grimmen gefehlt, das von Gallensteinen
entspringt. Von dem Magenkrampfe, worin
man sich für allen Brechmitteln zu hüten hat»
Die Aawö sey unfprünglich eine afrikanische
Krankheit: man hilft dem Ausfahren der Knab-
bern mit Schwefelblumen, und zerstreut sie dann
Mit römischen Vitriol-
Zugabe zu den Gotting. Llnr.Stärk.
Lä>.
Briefe von Edinburg in den Jahren 1774.
und 1775 geschrieben, enthaltend einige
Bemerkungen über die Zeitvertreibe,
Ge*
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