Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

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Gebräuche, Sitten und Gesetze der
Schotten, während einem sechsmonat-
lichcn Aufenthalt zu Edinburg, von E.
Tophani/ aus dem Englischen. Leipzig,
bey Junius, 1777- 8. r Alph. z B.
Es sind diese Nachrichten in Form dec
Briefe geschrieben, munter und lebhaft und mit
der grösten Billigkeit gegen die schottische Na-
tion. Eine Eigenschaft, die nicht allen Englän-
dern eigen ist; Er deckt daher dem D. John-
son, dessen Reisebeschreibung nach dem Hochland
und den hebridischen Inseln auch in einer reul-
schen Übersetzung erschienen ist, seine Fehler,
Unbilligkeiten, häufige Unrichtigkeiten und An-
schwärzungen dieser Nation ehrlich auf. Man
sieht ans ihm, daß diesem johnsonschen Buch in
der Regel kein Glaube beygemessen werden muß.
Selbst die auffallende Nachricht von der Un-
ächtigkeit desOssians ist eine grobe Verdrehung:
Zufördecst von der Stadt Edinburg, deren La-
ge, den engen Gäßgenö und den daraus entste-
henden üblen Folgen, welchen man durch neue-
re Anstalten noch nicht gänzlich abhelfen mögen.
Die Vewirrhung der Fremden in den Gasthö-
fen ist sehr schlecht, und geniessen sie fast keine
Bequemlichkeiten. Mehr von den Gebäuden
in der Stadt. In der sogenannten hohen
Strasse giebr es Häuser von zehn bis zwölf Stö-
cken. Hinten sind sie höher, denn fernen, weil
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