Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

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Wurzel zuschreiben zu können, die matt für
Mandragora halt. Es ist sonst wol noch keine
Erfahrung vorhanden, die dieser Wurzel eine
tödcliche Kraft znschreibe. Nach einigen fehr
stark drey Tage und Nächte nach einander ge-
nommenen abführenden Pillen starb der Kranke.
In einem "von dem Steinkohlendampf erstickten
Menschen war die Lunge voll schäumenden
Blues. In einem Gehenkten hatte der Strick
bis auf die Muskeln durchgeschnitten, das Herz,
auch das Gehirn, war voll Blut. Mit Recht
antwortet Hr. D- die geringe Menge Quecksil-
ber, die jemand mit vieler Mitch gebraucht ha,
be, sey nicht stark genug gewesen, den Tod nach
sich zu ziehen. Ein Kind mit einem Bruche
um den Nabel, aus welchem das Gedärm aus,
getreten war. Daß wenig oder vieles Wasser
zum Schwimmen oder Sinken der Lunge nichts
beytrage. Dennoch sey ein Kind, dessen Na-
belschnur nicht war verbunden worden, am Ver-
bluten gestorben, und zwar zu erlichen malen.
Der Anhang ist ganz von der vorigen Ar-
beit des verstorbenen Hrn. Daniels unterschied
den. Es ist die Zergliederung eines Kindes,
das A. 1765. ohne Kopf und Herz geboren wor-
den ist, dennoch aber die großen Adern beyder
Gattungen hatte. Man widerlegt hier durch,
aus den Hrn. von Haller, oder eigentlich die
Lehre von der Entwickelung, und erklärt sich
für den allmähligen Anwachs: so daß in diesem
L 4 Kinde
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