Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

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Die Leiden des jungen Franken eines Ge<
nies. Minden Key I. H. Körner.
1777.8. 7-Bog.
Noch kann Welcher keine Ruhe haben.
Nachdem er lange genug anZelachelt,angestaunk,
nngebelle, angeschwänzelt und.angestwrc wor-
den ist, kommt noch einer hinten nach, der ihn
mit wahrer Affenboshen nachafft. Daß über
unsere feuerspeiende Genies, (ihre Flamme ist
aber nicht die Kraft des Aetna) über Wercher
Hypochondrie, und Gekenpoctik gespottet wird,
darwider haben wir nichts einzuwenden- Aber
daß der Verfasser in einer oft sehr ungesalznen.
Parodie die herrlichsten Stellen der Göchischcrr
Schcift lächerlich machen will/ gereicht seinem
Geschnurck und seinem Gefühl gewiß nicht zur
Ehre. So lange Natur Natur, und Men-
schengefühl Menschengefühl bleibt, so lange wird
auch die Lunst des Dichters in den Leiden
Werthers bewundert werden. Und eben die
Stellen, die so viel Natur und. Anschaulichkeit
haben, z. E. die meisterhaften Kinderscenen im
Dorfe und beym Brunnen; der -— bald
möcht ich sagen, gefühlvolle Hymnus über die
Fülle und das Leben der Schöpfung sind zur
^ravestirung herausgesucht. — Der junge
Frank, der die Ehre hak, der Held dieser
Schrift zu seyn, ist. ein poerische^und verliebter
Ms Wechsel-
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