Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

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r) Fast alles, was in Aegypten von Thieren lebte und web,
re, war, wo nicht in ganz Aegypten, doch wenigstens in
einigen Distrikten entweder Gott, oder wegen naher
Verwandschaft mit Götterthieren heilig. Man betete
fast alle vierfüssige Thiere vom Löwen bis zur Maus,
u.s w. an- (I-Ieroä. II, 65—75.) Diese heiligen Thiere
durften nicht geopfert und sonst nicht verletzt werden —
bey einigen giengs so weit, daß selbst ihr unvorfttzli-
cher Tvdschlag mir unvermeidlichem Tode bestraft wur-
de. S. Meiner« vortrefliche Abh vom Thierdienst der
Aegyptier in seinen vermischten philos. Schriften, l.LH»
S. IS2- u. s. f.
s) »D.Mos. r, rz.-s.

soll doch von seinem Nachbar und jede Israeli-
tin von ihrer Nachbarin goldne und silberne Ge-
räkhe fordern. — Also sollen sie vielleicht Ge-
rüche zur Opfermahlzeit fordern? — Mo konn-
ten aber die Israeliten so zu ihrem Nachbar hin-
gehen und goldne und silberne Gerüche zur
Ovfermahlzeir fordern? — Hatte der grosse
Haufe auch goldne und silberne Eß- und Trink-
geschirre? — Und endlich — war'6 nicht
Unsinn, den Aegyptiern Gerüche zu Opfern
abzuforbern, woran diese den höchsten Abscheu
hakten? — Mdse fürchtete schon, wenn die
Aegyptier sie bloß feheft würden, solche in ih,
ren Augen abscheuliche Opfer bringen — von
Thieren nemlich, welche sie göttlich verehrten r)
— sie würden sie steinigen, s) — Wie laßt
sich's also denken, daß er den Israeliten sollte
geheissen haben, Gerüche zu diesen Opfern den
Aegyp-
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