Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

Seite: 236
DOI Heft: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeines_kritisches_archiv1777d/0250
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
Ueberbaupk will ich vorerst erinnern, daß bey
allen bisher bekannten Meinungen, wie die Is-
raeliten die Gerüche von den Aegrpriern erhal»
ren, die nemliche Schwierigkeit ist, daß man
nickt absehen kann, wie sich die Äegvptier drauf
eingelassen haben. Denn es läßt sich eben so
sehr zweifeln, daß sich die Aegypner auf ein
Darlehn, oder Ge chenk, oder Bezahlung
der Lrohndrenste würden eingelassen haben,
als es unwahrscheinlich scheint, daß die Aeqrp-
rier den Israeliten was für ihre Grundstücke
würden gegeben haben, wenn sie sie umsonst
kriegen konnten. Und wenn man die ^rade
der Unwahrscheinlichkeit dieser vier Arten die
Gerathe von den Aegupnern zu erlangen, auS-
Messen wollte; so ist gewiß die letzte Are nicht
die unwahrscheinlichste, vielmehr ist es noch eher
glaublich, daß die Aegyptier den Israeliten für
ihre Grundstücke eine Kleinigkeit werden gege-
ben haben, als daß sie ihnen werden was ge^
schenkt/ oder Frohndienste bezahle/ oder
auch geliehen/ und zwar unter solchen Um-
ständen geliehen haben. Und hiebey, wenn die
Aegyptier den Israeliten die Grundstücke aus
der Ursache Nicht abkaufen oder Manschen woll-
ten,weil dieIsraelitenGrundstücke doch nicht mit-
nehmen könnten, und sie sie also umsonst behielten
— machten sich die Aegyptier noch einer Nieder--
trächtlgkert schuldig — weiches in den an-
dern Fallen sie nicht thaten, denn sie waren we-
der verbunden den Israeliten zu leihen noch zu
scher--
loading ...