Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

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Die Schrift selbst ist mehr panegyrisch/
als erzählend abgefaßk. Dec Hr. M. spricht
von seinem Helden mit vieler Wärme und Be-
geisterung. Der Mann leistete in der That
für seinZeitalter erstaunend viel. Er allein be-
stritt, ohne College», den ganzen Unterricht;
rind doch wurden aus seiner Schule Manner
zu geistlichen Stellen und Schulämtern beför-
dert, ohne daß sie erst auf die Akademien ge-
gangen waren. An Genie setzt ihn dochHr. M-
dem Rhodemann nach. Den großem Theil von
S. 2s an nehmen Beylagen ein: der Hr. M-
bekam ein ganzes Werk über den Neander in
Handschrift, daß ein Prediger Reinhart zufam--
mengetrage» hakte: aus diesem führt er verfehle,
dene nicht nur den Neander betreffende, son-
der» auch theils die Geschichte der Zeit erläu-
ternde, theils litkerärische Umstände an. Zu-
Luthers Zeiten studieren zu Wittenberg gegen
zweylausend; und darunter wol die meisten
Theologie: dennoch sagte Lurher, wenn nur
aus allen den jungen Leuten zween oder drey
rechtschaffne Theologen würden, so hätten wir
Gott viel zu danken. (Also ist der Segen zu
unfern Zeiten auf Akademien verhältnismässig
doch größer?) Auf der Schule und im ersten
Jahre auf der Akademie hakte Neander gar keine
Luft, etwas zu lernen, er versäumte die Lehr-
stunden und sieng gern Vögel: zu wissen
wünfchren wir nun/'wW ihm endlich zumSru-
diren
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