Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

Seite: 306
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rede S. 144 beginnt also: Merkhefte
Lrauerversammlung! Wie? wir crbüclcu ei-
nen Sarg vor uns? einen Sarg, in welchem
der erblaßte Körper eines sonst angenehmen
Kindes liegt? eines Kindes, welches bald in
die Jahre eines Jünglinge treten sollte ? eines
Kindes, welches sonst so mnnter und lebhaft
war? eines Kindes, welches bey einer wohl-
ausgefallenen Bildung des Körpers, viel
Fähigkeit des Verstandes, viel Güte des Her-
zens verrieth, und folglich zu nicht geringen
Hofnungen ein Recht gab? So winket rc,"
Wenn ein Knabe seinem Präceptor eines solches
exercüium brachte: was verdiente er
wohl? Das Thema des Entwurfs einer
ehelichen Ernjegnungsrede ist folgendes:
daß die Religion Jesu sogar vor das
Glück der Menschen im Ehestande sorget-
So gar P Als ob — doch der Leser urchene!
wir wollen ihm nicht vorgreisen. Die Abhand-
lung selbst enthält manches, was jenem Haupt-
fatze genau zustrmmt. — Aber freylich! wie
vrel weniger Papier würde des Jahrs bedruckt
werden, wenn alle diejenige, welche ein Jucken
zum Schreiben in sich spüren, vorher erst ihre
Materien scharf durchdenken, ihre Säße gehö-
rig reihen, ibren Geschmack gebührend bilden,
die teursche Grammatik sorgfältig studieren woll-
ten u. s. w.! — Die kurzen Nachrichten
von den neuesten rheol- Schriften scheinen
von andern Verfassern herzurühren, und haben
uns
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