Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

Seite: 314
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klärt. Er übereilt sich hierbey so sehr, daß er
alles Land an der Lerne, vom Ursprünge an bis
zmn Einflüsse in die Aller seinem Landesherren
zuspricht, und ihn S. 586 erinnert, es bcy be-
quemer Gelegenheit zurückzufordern (l V. B.
S. 77.) Er halt (IV. Band G- 69) das Land
an der Leine darum für ein Allodium, weil man
darüber kein LehuaustragSdocunicnt habe, und
es auch in der Meißnischen Eppectanz nicht siehe.
Erzeiget, daß das Haus Brarusschweig-Lüne-
burg sein Recht auf Göttingen (I V. B. S-77/)
weder durch Präfcription, noch Besitz von un-
denklicher Zeit her, gültig machen könne, und
will, daß die ekwannigen Prakensionen dieses
Hauses auf das Landau der Werra und Leine,
durch die Vermahlung des Landgrafen mit Her-
zog Otto deö Kindes Prinzessin Helena, völlig
getilgt sey. Ferner vermukhet er, daß diese He-
lena das Land als Witthum zurück erhalten, und
da sie unfruchtbar gewesen, selbiges auf ihr
Haus gebracht habe, und verwahrt sich gegen
diesen Fall durch die Bemerkung, daß der Man-
gel der Genehmigung aller Thüringischen Prin-
zen diese Handlung auf ewig ungültig mache. Er
will, daß Braunschweig dieses Land und die
Mark Duderstadt, bloei durch das Recht dec
Massen 1^48« erlanget habe/ und verwirft den
Quedlinburgischen Verkauf des Landes als er-
zwungen , wobey er sich, ans Urkunde des wut-
schen Stamsrechts mittlerer Zeit, die Thüringi-
sche Pfaudbelehmnrg von 1241. als wirkliche
Ver-
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