Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

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und Gehülsi'n eines Mannes, die Mutter von
Kindern werden soll! Lächerlich und traurig ist
der Anblick ihrer verworrenen zerstörten Betiim*
mung, keine Stunde ihr eigenes Geschäft, kein
Bedienter seine angewiesene Arbeit har, wo vier
Hände thun was eine verrichten könnte, hin und
hergelaufen wird um nichts; der Beutel leer ist,
ehe das Geld gezählt worden; und alles aus
dem Hause verlangt, weil es darinnen weder
Raum noch Ruhe findet. Madame läßt indcß
ihren Nachttisch aufräumen, einige Zimmer
pnlzcn, und prerßt ihren Töchtern dre Ordnung.
Ihr redlichen Hausmütter! bey euren Töchtern
sey cS nicht also! Gewöhnt sie, aneinanderhan-
gend zu denken und das Gedachte zu üben, im-
mer zu merken auf ihr Herz und auf ihre Sinne,
zu überlegen ihr Tagewerk, ehe sie cs anfangen,
und das angefangene zu vollenden; Geld und
Zeit zu ersparen, mit andern und für sie zu
leben . . . aber ich müßte, wollte ich es aus-
fuhren , ein ganzes Sittenbnchelchen schrei n,
und bekämen das unsre Damen zu sehen, wa r-
lich, die mehrestcn würden aller Ordnung feind
auf immer." — Fmgal, vierter Gesang;
Eine Romanze; Empfindsame Beschreibung ei-
niger Kupferstiche; Weltgeschichte für das
Frauenzimmer, von Schlosser, dritter Theil;
Lie Geschichte der Perser; Ueber einen Kupfer-
stich von Watson; Anekdote. „Ein Reisender
kam vor nicht langer Zeit in das Schloß, in wel-
chem Fenklon die letzten Jahre seines Lebens zu-
gebracht
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