Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

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Vorrede von der Nothwendigkeit einer
Theatercensur in Hamburg begleitet
von Albr. Wittenberg Hamburg
bey Harmsen. 1777. 6" Bogen in 8-
Der rüstige Hr. Uebersetzer, der ein Anti-
Shakespear ist, ergriff mit doppelter Freude die
Feder zu dieser Uebersetznng, einmal um sich den
Nachahmern des englischen Dramalisten entge-
gen zu werfen, und zwotenS Gelegenheit zu neh-
men, der Hamburger Bühne eine unangenehme
Stunde zn machen. Wir bedauren, das Vol-
tairesche Original noch nicht gelesen zu haben,
weil wir dadurch äusser Staud gesetzt werden,
sicher angeben zu können, wer von beyden
Herr Eschenburg oder Herr Wittenberg am ge-
treuesten übersetzet hat. Die aus dem englischen
Dichter angeführten Stellen klingen in des letz-
teren pöbelhafter und schmutziger als in dev Er-
steren seiner, vielleicht in der guten Absicht, den
Dichter ekelhafter zu machen: da der Erstere
die gleichen Stellen veredelt, und kein Beden-
ken tragt, die übrigen, den gegenwärtigen fei-
neren Sitten anstössigen, für untergeschoben zu
erklären. Mit den von dem Herrn von Voltaire
angeführten wenigen Stellen nicht zufrieden,
bringt Herr Wittenberg deren in den Bemer-
kungen noch mehrere an, so wie er auch der
Shakespearschen Auachroismen ausführlicher
darinn gedenket; wobey uns die auffallend ist,
daß, -a die Rede vom Hamlet ist, nach des
Herrn
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