Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

Seite: 398
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der glücklich den Vorschlag für ch und sch eige-
ne Figuren einzuführen. Wegen des E. giebr
er — S- 2Zy. ein nützliches Verzuchniß, in
welchen Wörtern man in Schwaben das offene
und verschlossene hören lasse, welches letztere er
so wenig als Mazke vom ö zu unterscheiden weiß
und zeiget — S. 264. daß wegen der Ver-
wandtschaft mit A und O zugleich die Festse-
tzung der richtigen Aussprache sehr schwer und
deswegen am besten sey weder ä noch ö zu schrei-
ben. Endlich komme er noch auf die Doppel-
laute, unterscheidet in der schwäbischen Mund-
art das ei, welches in einigen Wörtern auf e in
andern auf i den Ton hat — S. 270. ver-
teidigt das ei, aus dem Alterrhum und der
schwäbischen Mundart — S. 291. und be-
schließt endlich damit, daß in eu immer der Ton
auf u sey — S. 292. in au aber auf einigen
Wärtern auf a in andern auf u — S. 294.
Weiter in das Einzelne dieser an sich schätzbaren
Untersuchungen zu gehen, verstärket der Raum
nicht. An sich sind sie von grossem Nutzen für
gründliche Sprachkenner, nur ist es fehlerhaft,
daß die Herren Verfasser so wie HerrDomiror
und Mäzke alle solche Spekulationen aus Ana-
logie , Alterthum und Mundarten auch gleich
Mit Gewalt in der Anwendung durcksetzen und
dadurch die Rechtschreibung und die damit aufs
genaueste verbundene Sprache selbst in seltsame
Gestalten umbilden wollen- Schon die große
Verschiedenheit der Meynungen in den wich»-
ligstm
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