Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

Seite: 426
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ganze Gang des Schulunterrichts wird unüber-
einstimmend und unbestehend. Deswegen
sollte in jeder wohleingerichteten Schule, außer
den allgemeinen methodischen Regeln, eine durch-
gängig einförmige Methode vorgeschrieben seyn,
welche allen Theiten des elementarischen Unter-
richts angemessen wäre, alle Stufen und Fort-
schritte der jugendlichen Fassung in demselben
bezeichnete und begränzre, der successiven Ent-
wickelung des aufkeimenden Verstandes harmo-
nisch nachgienge, und das ganze richtig abgesto,
chene Fach der Schulwissenschaften umfaßte.
Doch wir müssen uns kürzer faßen. Hr. R.
wünscht Seminarien für angehende Schullehrer
— gute, zweckmäßige Lehrbücher von Meistern,
(nicht von Stümpern,) in ihrer Wissenschaft
verfertigt. UI. Was ist Aufmerksamkeit
und wie kann sie erweckt werden? Auf die
Untersuchung dieser Frage, leitet der Hr. Verf.
die Verbesserung des Unterrichts. Er setzt fol-
gende Grundsätze auseinander: Einmal, die
Gegenstände, welche die äußerlichen Sinne rüh-
ren, erregen auch die Aufmerksamkeit, und zie-
hen ste auf stch. Gleiche Bewandniß hat es
mit allen den Ideen, welche zwar selbst nicht
durch die Sinne erzeugt werden, aber doch durch
Ähnlichkeit und Analogie, oder nach den Asso-
ciationsgesetzen der Ideen, einen vormals gehab-
ten sinnlichen Begrif in der Seele wieder er-
wecken. Eine andre sehr wirksame Ursache zur
aufmerksamen Spannung der denkenden Kräfte
liegt
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