Allgemeines kritisches Archiv — 5.1777

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stet haben müssen. Da ist des Königs Nativir
rätsteller und Gesellschafter, ein wahrer Hofnarr,
der kitzelt den Leser gnug nttt seinen hanöwursti-
schen Einfällen. Wenn S» 75 dem einen Lieb-
haber das Gesicht von den Schönen zerkratzt
und zerfetzt, wenn S. iLl einem andern die
Nase mit Pomeranzen und Zitronen bombar-
diert wird, so lacht, wer Lust hat! An Zoten ist
auch kein Mangel, z. E. S. 12: „Wenn ich
seine Stärke hätte, und so Mehrers, was an
ihm ist, das ich Unbenannt lasse.,, S. 17: Die
Nacht, als ich dich zeugte, kehrte ich aus der
heissen Schlacht: deine Mutter reinigte mich vom
Blute, noch lechzte ich, und gnügte Mir nicht,
in diesem Tumult gieng ich zu Bette." S. Z8,
„Wie einer, dem in Buhlersbrunst ein Spiel
der Einbildung, der Gedanke des Genusses
für die wegwischende wirkliche Gestalt des
Mädchens bleibt. „ -- Wenn mich der
Verfasser hätte anstecken können, so würde
ich mit einem kritischen Fluch, Hieb oder
Tritt schliessen, aber so sage ich mit dem
kältesten Blut: Herr, euer Schauspiel taugt
nichts!
Erfurt, gel. Zeit. 48te- Stück.
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