Allgemeines kritisches Archiv — 6.1777

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denen Gelder, nicht zu des Reichs Nüßen ver-
wand! worden, und man lchcucte sich, dieses
zur Kenntniß der Stande kommen zu lassen.
Die Königin sähe sich sogar gcnöchigl, auf dem
nächsten Reichorage einen Defekt von 2^ Ton-
nen Goldes Silbermünz Görzischer Gelder auf
sich zu nehmen, um der Ehre gewisser mächtiger
Personen zu schonen. Der Herzog von Holl-
stein ließ sich überreden, den ihm sters getreuen
Baron seiner Dienste zu erlassen, und der nach-
herige König Friedrich konnte so wenig, als
seine Gemahlin, den Baron vom Tode retten.
Dre bekannte Anrede des Barons an das Volk:
Sättige dich, Schweden, an meinem Blute,
wird S. zi6 für erdichtet gehalten, dennoch ist
es gewiß, daß Görzens Beichtvater, Conradi,
öfters ihrer in seinen Erzählungen gedacht hat.
Görz war bey seiner Gefangennchmung im Be-
griff, die 29 Millionen Srlbermünz noch vor»
handener Münzzeichen gegen baares gutes Geld
einzulösen, und zwar gleich im ersten Jahre,
18 Millionen. Er hatte anch zu dem ersten
Termin bereits die nöthigen Summen vorrälhig,
allein diese und erliche Millionen, die in der Krie-
geskasse lagen, wurden zu Nebenabsichten ver-
braucht, auch zum Theil untcrgefchlagen. Äus-
ser jenen 29 Millionen, waren noch 2 Millio-
nen Schulden in Sraatsobligarionen vorhanden.
Gorz erhielt für seine Arbeit nichts, schlug ein
Geschenk von 90,000 Thlr. aus, und verwandte
lern eigenes Vermögen zu des Königs Dienst.
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