Allgemeines kritisches Archiv — 6.1777

Seite: 85
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mung nicht weniger Bedürfniß unsrer Zeit ist,
zu berühren, und so entstand denn diese Schrift,
davon wir unsern Lesern einen kurzen Abriß vor-
lege!,, und die nach ihrer jetzigen Gestalt und
Ausführung mit jener Abhandlung gar nicht
verglichen werden kann, da es dem Herrn Dr.
gefallen hat, sie ganz umzuarbeiren.
Nach einer kurzen Beantwortung der Frage:
„woher es komme, daß der Mensch bey weiten
nicht so glücklich sey als er seyn könnte? „davon
die Hauptmsach m der so selten angestellten
Vergleichung des Werths der Dinge auf beyden
Seiten , gesezt wird , komme der Herr Vers,
sehr natürlich auf die unrichtige Beurrheilung
der Wissenschaft, welche uns Regeln und Be-
lehrungen in Absicht jener so nöthigen Unter-
suchung giebt. Nach kurzer Entwicklung der
Ursachen, daß man besonders in der evangeli-
schen Kirche das Studium der Moral so Nach-
läße getrieben (S.8.) und näherer Bestim-
mung des eigentlichen Zwecks der gegenwärtigen
Untersuchung „richtige und bestimmte Begriffe
festzusetzen, damit des Mißverstandes weniger
werde, der doch in aller Absicht für die wichtig-
ste Sache in dec Welt nicht anders als nach-
teilig seyn kann," — folgt nun die genauere
Untersuchung der Einwendungen, welche man
gegen den Werth der Moral vorzubringen
psiegt.
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