Allgemeines kritisches Archiv — 6.1777

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Uebung im Guten selbst ein Haupkstück der Se-
ligkeit sen, dies aber doch Geschmack daran und
Kenntnrß davon voraussetze, die H. Schrift
auch ausdrücklich alle die selig preise, welche mit
ihrem anvertrauten Pfun-e (also nach der Er-
kenntlich) treu umgiengen. Doch erklärt dec
Herr D- S- izi. daß er dadurch, daß er den
Grad der künftigen Seligkeit von der Mehrern
oder geringer» Uebung im Guten abhängig
mache, der Lehre gar nicht zu nah treten wolle,
die unsre Seligkeit lediglich an Gottes
Gnade binde/ da er völlig überzeugt sey,
„ daß nichts gutS an uns sey oder uns wieder-
fahre, das wir nicht blos der Barmherzigkeit
Gottes ohn all unser Verdienst schuldig wären,
welches zu leugnen Verleugnung Gottes und
förmlicher Unsinn sey. (Möchten das die be-
herzigen , die beynah mit Frechheit selbst in
Gebethen mit Gott von dem Lohne reden, den
er ihnen als so guten Leuten gewiß geben
werde; ein Ton der so herrschend zu werden
scheint!) Jndeß könne der Mißbrauch dieser
Lehre doch auch großen Schaden beym Anfang
und Fortgang der Besserung haben. (S. IZ4-)
Hierauf kommt der V. auf den
„Ilten Einwurf „ die M. stifte doch diesen
angeblichen Nutzen nicht immer, welches zunr
Theil zugegeben wird, und bey der Gelegenheit
einige Anmerkungen über den Vortrag der Mo-
ral gemacht werden: (S. 14?-) und ganz kurz
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