Allgemeines kritisches Archiv — 6.1777

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Syrischen Übersetzung sonst vorcheithaft ge<
schienenen Stelle der I,XX. am Schluß des
Buchs Hiob, bieder Vers, für einen spätem,
obgleich sehr alten, Zusatz Hellenistischer Juden
ansieht. In Syrischen Handschriften, die nicht
aus den I^XX. gemacht sind, fehlt die Stelle
ganz. Von der Syrischen Uebersetzung des N.
vermuthet der Hr. D-, daß sie bey den Stellen
des A- T-. die im N. citirt werden, wenn sie
von den l.XX. abweicht, nicht dem Hebräischen
Text selbst, sondern der Syrischen Version, an
die der Uebersetzer gewöhnt war, folge. Nach
genauerer Vergleichung der alten Syrischen
Versionen des A- T. glaubt der Hr. V. gewiß
zu seyn, daß sie, wenigstens in den Psalmen,
nie weder nach der Griechischen, noch Arabi-
schen, noch spatern Syrischen Ueberfetzung ver-
ändert worden. Auch von dieser alten Syri-
schen Übersetzung in der Königl. Bibliothek
sind wieder zwey Manuskripte vom Herrn D.
verglichen worden. 8) Von derChaldäischcn
Paraphrase. Die über die Psalmen ist sehr
jung und schlecht, doch ist sie von mehrer» Ver,
fasfern, und erst in spatem Zeiten zu einem
Ganzen verbunden. Zuweilen hat sie wahre,
nicht Maforethische, Lesarten, ist also nicht
aus einem Masorethischen Codex gemacht; wo
sie aber mit dem leztern überenistimmt, da ist
sie nach ihnen interpolirk. Gewiß aber ist sie
nicht, wie Hr. Tycksen glaubt, aus einem Cod.
mit Griechischen Buchstaben gemacht, oder
auch

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