Allgemeines kritisches Archiv — 6.1777

Seite: 112
DOI Heft: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeines_kritisches_archiv1777e/0128
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
straubrgt feyn, und sein OdeM nicht Lauch und
Zwibeln duften s wenn er nicht unter Christen
wohnte, die es völlig scheinen vergessen Zu haben,
daß das letzte Wort ihres am Kreutz sterbenden
Erlösers dies war: Vater vergieb ihnen, denn
sie wissen nicht was sie thun! —- Und unter die,
ser konrisch seyn sollenden Larve, was predigt uns
denn da der Verfasser? — bim die so genannte
Heterodopie recht rief herazuwürdigen, stellt er
sie nun vor, als näherte sie sich dem Religionsfy-
sicme dieser Juden. Man denke sich diese tiefe
Bosheit des Mannes? Er borgt die Larve deö
armen, verachteten Rebbesmachenden Juden,
um nur die Heterodoxen, indem er sie mit ihnen
parallelisirt, recht tief hcrabsehen, recht rief er-
niedrigen zu können. —S- 24 läst er seinen
Juden sagen : man sollte nunmehr die Kruder
der Christen in ihren Synagogen und Gebeten
nicht mehr vermaledeyen und verfluchen; — als
wenn dies sanstmülhige Volk, das wie ein
Schaaf feinem Scherer, so seinen Verfolgern
zur Schlachtbank folgt; das mit seinem uuschulr
Ligen Blute weit und breit alle Länder der Erde
gedüngt; das so oft, so feyerlich und brünstig
Gort für alle Fürsten und Könige der Christen;
Heit bittet, als wenn dies uns verfluchte! —-
S. Z7. die Juden sollen null nicht mehr, wenn
sie einen heterodoxen Christen begegnen sagen:
Sey willkommen Teufel! sondern: Friede
sey mit dir lieber Bruder — Und wenn es
wahr wäre, daß jemals ein Jude mich mit:
loading ...