Allgemeines kritisches Archiv — 6.1777

Seite: 154
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die Untersuchungen des spanischen Grafen, dem
eine vornehme Indianerin solche entdeckt hatte,
hinderten ? Die Festung Pncas auf einem Ber-
ge bcy Cuzco ist aus ungeheuren Steinen ganz
ohne Kalch aufgeführt, es stnd verschiedene un-
terirrdrsche Grüfte darin. Etliche Tagereisen
hinter dem hohen Gebirge halt sich ein indiani-
scher Prinz auf, der sich für einen Abkömmling
der Pneas und rechtmässigen König von Peru
ausgiebk, und der den Spaniern einmal gefahr-
lich werden kann. Er ist in- seiner Jugend irr
Cuzco gewesen, dort erzogen und unterrichtet
worden, und soll ein katholischer Christ seyn.
Da im Namen des Röm. Stuhls ein paar Je-
suiten an ihn abgeschlckt wurden, nahm er sie
freundlich auf, und erklärte sich bereit, ihnen
das Bekehrungöwerk dort zu erlauben, nur sollte
der Pabst erst die ungerechte Schenkung von Peru
an die Spanier wiederrufen. Ferdinand VI.
Hat nachdem verboten, daß kein Geistlicher sich
weiter unterstehen sollte, zu diesen Rebellen zu
gehen, um die dort befindliche heidnische Völker
zu bekehren. Die Art, wie man aus den Mi-
nen gegrabenen Stuffcn des Silber herauszieht,
muß man beym V. S- 176 selbst nachlesen.
Der V- ward, nachdem im August 1768 die
Jesuiten alle spanische Staaten raumen muß-
ten, nach Spanien zurück geführt und kam
1770 wieder in Bamberg an- Seine Erzäh-
lung hat alle Kennzeichen eines aufrichtigen Rei-
senden, wenn sie gleich weder so viel neues noch
wrchli-
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