Allgemeines kritisches Archiv — 6.1777

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der Hr. Hofrath Wieland in seinen ersten ko-
mischen Werken sich von seinem altern Bruder
helfen lassen, und seine Manier hak Denn cs
ist bekannt, daß derselbe das vornehmste Werk,
zeug war, diesen itzigen Lieblingsschriftsteller
Deutschlands aus der frommen Begeistrung zu
reißen, in der er geistliche Gedichte und Sym-
pathien schrieb, die niemand mehr ließt und ihn
zu lehren, welches das rechte Feld der Wre^
lands sey. In der Folge der Vorrede wird
dem jüngern Hru. Wieland der Vorzug vor
dem altern zuerkannt, besonders in Absicht auf
die Verbindung der Philosophie, mit der Gabe
des Angenehmen. — Ohne über die Echtheit
dieser Faiuiliennachrichren zu entscheiden, die
man wol gar bald für einen ganz vortheilhaften
Einfall des Verfassers und Verlegers halten
wird, sind wir überzeugt, daß die Sehnlichkeit
zwischen der Manier des Hrn. Hofrachs Wle^
land und dieses seines angeblichen Bruders ei-
nem jeden sehr auffallend feyn wird; wir wissen
auch gar wohl, daß jene nicht durchaus Ongl-
nalmauier ist; aber es kömmt uns doch mehr
vor, der altere Bruder habe dem jüngern vieles
abgelernt, und wir würden daher, wenn wir iht
Alter nach ihren Schriften Hütten beurrheilen
sollen, den jüngern für den älrern gehalten ha,
den- Und freylich lregt der vornehmste Vor-
zug desselben vornemlich in jener Gabe, die ihm
der Herausgeber einräumt, in der geschicktem
Vereinigung des Lehrreichen mit dem Ergöyen-
L r den.
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