Allgemeines kritisches Archiv — 6.1777

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daß eins unsrer philosophischsten Merke, Les-
singö Dramaturgie ist unbeendigt geblieben.
Die zu große Hausung veralteter Wörter und
Redensarten in der Flördepme geben zu erken-
nen, daß der Ueberseßer noch ein junger Mann
seyn muß. Wir hoffen, daß er bey einer neuen
Auflage diesem Uebelstande abhelfen wird, zu-
mal da er sich in den beyden übrigen Mährchen
seines Antiken Tons, den er, wie er einmal
sagt, mehrer Feyerlichkeit halber angenommen
hat (was wir denn eben nicht tadeln können)
schon mit mehrer Mäßigung bedient hat. Un-
geübten Lesern zeiget der angehängte Vokabula-
rius den Verstand dieser veralteten Wörter.
UebrigenS ist gegenwärtiger Ueberseßer der
Mann, der einer solchen Arbeit gewachsen war,
er übersetzt mit Geist und Verstand und nicht
bloß mit den — Händen.
Derl. Litter. Wochenbl. rztes St.
67-
Ebrh. Friede, von und zu Mannßbachs
vollständige Abhandlung von der Visi-
tation des kayserlichen Reichskammer-
gerichts aus den Reichsgesetzen und
Staatshandlungen erläutert. Jena
der Cröckern 1777. -.87 S. in 8.

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