Allgemeines kritisches Archiv — 6.1777

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derHerr Verfasser, daß diese letzte Visitation zu-
gleich die erste ausserordentliche gewesen sey. Er
versteht aber unter einer ausserordentlichen eine
solche, welche erst durch eine jedesmal vorzuneh-
mende besondere Reichstagüche Berarhschlagung
und kayserl. Einwilligung genehmiget wird.
Weil e6 mit der bisherigen K- G Visitation
keinen glücklichen Fortgang hatte, so wurde im
Jahr r;2l verordnet, daß das K. G- so lange
von den damal wiederum errichteten Reichöregi»
Ment jährlich vlsirirek werden sollte, als sich das
K. G- und Regiment an einem Orr aufhalten
würde Sollte aber das K. G. und Regiment
nicht mehr an einem Orte seyn, oder das letztere
gar nicht mehr existiren, so sollte es nach der
Kostnitzer reichstäglichen Verordnung vom
Jahr 1507 gehen, worauf auch wirklich isrz
das K- G vom Regiment visitirl wurde. Der
uürnbergischc Reichstag von 1524 ist in dieser
Lehre besonders merkwürdig, weil er den Ur-
sprung des zweyten Geschäftes einer K. G. Vi»
sitation, nehmlich der Revision^ enthält. Die
Stände führten auf diesem Reichstag verschiede-
ne Beschwerden gegen das K. G- Um diese zu
entledigen wurden vom Kayser und Reich einige
Abgeordnete ernennet, welche zuerst die Sache
unter den PartheyeN gütlich beyzulegen suchen
sollten, im Fall aber die Güte nicht statt finden
sollte, so harren sic den Auftrag, die verhandel-
ten Akten und die Beschwerden der Partheyen
zu untersuchen, dem Regiment davon Relation
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