Allgemeines kritisches Archiv — 6.1777

Seite: 272
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nicht mehr darunter versteht, als was er davon
zu sagen scheine, sondern einen Hähern Grad der
innern Selbstlosigkeit an. Die Seele hak atr
so eine grössere Empfänglichkeit und eme grössere
Selbstmachr, und diese ist das unveränderliche
Kennzeichen der Menschheit. In einem An-
hänge zu diesem Versuch ließt man einige An-
merkungen über die natürliche Sprachfahigkeit
des Menschen, wovon der V schon in seiner
Abh. über den Ursprung der Sprache und der
Schrift, Bützow 1772, etwas gesagt hatte.
Hr. T. gieng einen Mittelweg zwischen Süß-
milch und Herder, er hielt beyder Mepnungett
für nicht erwiesen, und tritt hier in so ferne der
lehrern naher, da er behauptet, es sey nicht zu
zweifeln, daß in dem verbreiteren Menschenge-
schlecht die Menschheit sich nicht durch den in-
nern Drang ihrer natürlichen Fähigkeiten ir-
gendwo von selbst zur Sprache verhelfen sollte.
—- In dem folgenden Bande wird sich Hr. T.
Mik der Frepheit, welche er in der erhöheren
Selbstrhatigkeir der Seele setzt, und der Perfek-
ribilirät oder der Entwickelung der Seele be-
schäftigen. Da letztere Materie gewissermassen
das Ziel ist, wohin die meisten seiner vorigen
Betrachtungen, zusammenlaufcn; so wird jeder,
der die Arbeit und die Beobachtungen eines so
tiefdenkenden und dabey bescheidenen Philoso-r
phen zu schätzen weiß, derselben Mik Begierde
enlgegensehen. Neueste krit- Nachr. rs. St.
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