Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 27.1902

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INSCHRIFTEN AUS AKARNANIEN

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reion das Sopolis - Epigramm Nr. 21 eröffnen und ihm das
Menedamos - Epigramm CIGSept III 489, oben S. 348, sich an-
schliessen ; das Timelas - Epigramm Nr. 22 und das Nikarchos-
Epigramm machen einen entschieden jüngeren Eindruck.
Nachdem Hagios Wassilios als Stätte des alten Thyrreion
sichergestellt war (s, oben S. 340), wies Cousin diesem eine
Reihe von Inschriften zu, die man bis dahin Anaktorion
zugeteilt hatte (BCH 1886, 175 ; es sind die Steine CIGSept
III 486, 498, 518 (cpeut-etre’'), 528, 529, 530). Dittenberger ist
ihm nur für 486, 498 gefolgt, aber 528, 529 stammen gleich-
falls aus Hagios Wassilios und damit aus Thyrreion; und 530
Σωτίων χαίρε ist von Cousin selber dort wiedergefunden (s.
a.a. 0.), denn an eine Verwechselung mit 512 - - ος Σοοτίωνος
χαίρε wird man nicht denken dürfen. So bleibt von den bei
Le Bas Voyage arch. II 1046 — 1054 vereinigten Inschriften,
von denen er selbst nur 1048, 1052 = CIGSept 518, 530 abge-
schrieben hat, allein 518 für Anaktorion übrig. Diese Thyr-
reion zuzuweisen, liegt vorderhand allerdings kein Grund
vor. Dafür hätte unter Anaktorion die von Heuzey Le moiit
Olympe nur im Texte S. 382 erwähnte Stele mit dem Na-
men A p e 1 1 i c h o s, aus Hagios Ilias Aufnahme verdient
(vgl. Oberhummer Akarnanien 307 u.d.VV. und oben S. 339 zu
CIGSept III 526).
Ich möchte bei dieser Gelegenheit die Aufmerksamkeit
auf eine, wie es scheint, verschollene Inschrift von Anakto-
rion lenken, auf die Oberhummer Akarnanien S. 216, 291,
298 hinweist; das Fragment, welches von einer cConvention
co7iclue entre la confederation (Acarnanienne) et le roi Pyr-
rhttC Kunde giebt und für Akarnanien χίλιοι bezeugt, ist mei-
nes Wissens auch seither nicht veröffentlicht (s. Le Bas-Fou-
cart Explic. S. 145 a, Foucart Mem. pres. a l'Acad. des Inscr.
VIII 2 1874 S. 115 2).
Komboti. Vgl. Oberhummer Akar?ia?iien 40—cEchinos-Kom-
boti’ nach Noack Arch. Anzeiger 1897, 82 b.
24. Nach Abklatsch. BH 4,5 cm.

ΑΓΗΜΟΗΟΣ
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