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DIE ERGEBNISSE.

DIE ANLAGEN.

A. Die Gräber.
Von den 94 beschriebenen Gräbern sind IO so stark zerstört,
dass sie von der folgenden Besprechung ausgeschlossen werden
(9, 23, 24, 80, 81, 86, 88, 100, 110, 122). Von den übrigen 84 sind
47, also mehr als die Hälfte, gemauerte Kammern, in welchen
Menschen ein und aus gehen konnten ; es sind alles Familien-
gräber. 3 weitere Gräber sind unter Benutzung grosser Fels-
blöcke als kleine Kammern gebaut, in die man von aussen neue
Urnen hineinstellen konnte ; auch sie enthalten jedes wenig-
stens zwei Beisetzungen (102 a, 108, in). Der Rest der Grä-
ber bis auf drei, über deren Form man zweifeln kann (43,
99, 115) ist unter mehr oder weniger sorgfältiger Verpackung
der Urnen — nur 96 war nicht verpackt — zugeschüttet. Von
diesen 29 Gräbern sind 9 an Terrassenmauern oder senkrecht
abgeschnittene Schieferwände angelehnt und zum Teil mit
Stützmauern für den Schutt versehen. 8 von diesen sind Fami-
liengräber; nur in einem Hessen sich verbrannte Knochen, in
fünf dagegen unverbrannte Kinderknochen nachweisen. Die
übrigen 20 Gräber sind höchstens leicht in den Schiefer ge-
höhlt ; bis auf zwei unsichere Fälle (76, 95) sind es alles ein-
zelne Urnen. Wahrscheinlich in allen, sicher in vielen von ihnen
waren kleine Kinder beigesetzt. Mit 30 Gräbern aller Formen
bis zu den einfachsten waren gehöhlte und gemauerte Opfer-
gruben verbunden ; in sechs Fällen lagen sie im Boden des
Zugangsschachtes vor der Thür des Grabes.
Von den Grabkammern sind die allermeisten (42) vier-
eckig mit geringen Abweichungen vom Rechteck. Einige
solcher Kammern, darunter eine ganz erhaltene, fand schon

ATHEN. MITTEILUNGEN XXVIII.

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