Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 28.1903

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DAS SCHLACIiTEELD VON CHÄRONEA

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επί τάς ανατολάς τραπεισαν λέγουσιν υπό τοϋ Χαίρωνος. Kro-
mayer, der die mykenische Burg von Chäronea nicht erwähnt,
will diese Stelle so erklären, als ob die Verlegung der Stadt
auf ihre Ausdehnung jenseits des östlichen Tälchens und des
darin liegenden Dorfes hindeute, wo er auch den Mauerzug
der Burg an einigen Spuren erkennen zu dürfen glaubt. Es ist
die Gegend, welche Abb. 5 veranschaulicht. Sie zeigt den öst-


Abb. 5.
Das (erneuerte) Fundament des Löwen
und der östliche Teil der Burg von Chäronea.

liehen steilen Abhang der Burg und den gegenüberliegen-
den Hügel. Kromayers Annahme kann nicht zutreffen. Der
östliche flache Rücken zeigt gar keine Spur von alten Mauern ;
überall, wo man dieselben annehmen könnte, ist der weiche
Fels ganz intakt; der Hang ist nicht terrassiert und nirgends
sind Spuren von alten Gebäuden zu finden, ausser ganz unten
am Bach bei der Kirche, und diese stammen aus römischer
Zeit. Eine Verlängerung der südlichen gut erhaltenen Burg-
mauer in östlicher Richtung auf dem genannten Rücken wäre
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