Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 36.1911

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G. RODENWALDT

streifen, unten gelb mit roten, oben blau mit schwarzen
Querstrichen. Die Streifen sind nicht durch eingepresste
Linien von einander getrennt. Unten erkennt man einen
männlichen Kopf; die Haarlocken sind z. T. erhalten und
zeigen, dass er keinen Helm trug. Links von ihm der Hals
eines roten Pferdes, an dem noch die geknoteten Haarbü-
schel sichtbar sind.
Das Interessanteste an diesem Fragment ist jedoch das
buntfarbige Terrain, das vom oberen Rand in das Bild her-


Abb. 3. Fragment eines Wandgemäldes aus Mykenai.

unterhängt. Der wellige Umriss ist mit dunkelroter Farbe
vorgezeichnet, das Innere mit abwechselnd hellroten, blauen
und gelben Streifen ausgefüllt, innerhalb deren schwarze
Striche eine Art Marmorierung andeuten. In einigem Ab-
stand von dem farbigen Inneren verläuft eine weisse Contur-
linie. Genau dieselbe Art Terrainangabe finden wir in Knos-
sos bei dem 'Flower gatherer' (BSA. VI 45) und fast iden-
tisch die gleiche auf anderen im Museum von Candia befind-
lichen Fragmenten (Inv. 72), die durch ihren roten Bildgrund
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