Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Hrsg.]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 40.1915

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LATTERMANN - HILLER V. GAERTRINGEN

hoch, die Sitzfläche fällt von hinten zur Mitte um 0,10. Von
der darunterliegenden Höhle misst der Eingang 1,67 in der
Breite, 1,32 über dem jetzigen Erdboden in der Höhe; am
hinteren Teile der rechten Innenwand liegen zwei Schichten
gutgeschnittener polygonaler Steine auf dem gewachsenen
Felsen, der weiter vorn selbst die Wand bildet. Der weichere


Abb. 3. Felsthron bei Stymphalos.

Teil der Rückwand ist wohl ausgebrochen ’, die grösste Tiefe
der Höhle misst 2,00. Der nach links etwas geneigte Dach-
stein hat 2,30 Länge, 1,29 Tiefe. Über die Gottheit, die hier
verehrt ward, würde sich natürlich nur durch Inschriftfunde
oder solche Weihgeschenke, die eine besonders deutliche
Sprache reden, Gewissheit erlangen lassen: ist doch aus

1 Solche teils aus geglättetem Fels, teils aus Steinen bestehende Mau-
ern sind uns aus Thera geläufig,- vgl. z. B. Hiller, Thera I 280 (Tempel des
Apollon Karneios); III 168 Fig. 1 56/7. Die Rückwand einer künstlich aus-
gearbeiteten Grotte gerade so ausgebrochen in dem Ephebengymnasion
Thera I 292 (Oberteil). Kundige werden Hunderte von ähnlichen Fällen fin-
den : uns mögen diese zur Verdeutlichung genügen.
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