Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 45.1920

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Eckhard Unger

jetzt in den Besitz des Grafen Louis de Boisgelin übergegangen ist.
Sie wurden vom ersten Besitzer in der Foliopublikation Collection de
Clercq II 1903, Antiquites Assyriennes, Tafel 29—33 in natürlicher
Größe veröffentlicht und mit den Nummern 6—25 bezeichnet. Vier
weitere kleine aneinanderpassende Inschriftbruchstücke sind Reste des
Randleistenbeschlages, auf Tafel 28 bis als Nr. 2—5 publiziert. Alle
diese Fragmente waren bei der Besichtigung, die mir der jetzige Besitzer
durch gefällige Vermittelung von A. de Ridder gütigst gestattete, vor-
handen, ausgenommen Nr. 7 (Tafel 29 oben), das von de Clercq selbst
schon als vermißt bezeichnet wird (S. 192, Anm. 1).

§ 5. D i e K a i s e r 1 i c h 0 s m a n i s c h e n M u s e e n
i n K o n s t a n t i n o p e 1

besitzen vier Bruchstücke, von denen drei zusammenpassen. Sie sind
hier nach einer Photographre des Museums (Nr. 852, Inv. Nr. 521) auf
Tafel II (Platte 0) wiedergegeben.

§6. Veröffentlichung d u r c h B i 11 e r b e c k u n d
D e 1 i t z s c h.

Mit Berücksichtigung des ganzen Bestandes ist eine Gesaintdarstel-
lung von Billerbeck und Delitzsch unternommen in der Schrift: Die
Palasttore Salmanassars II. von Balawat, 1908, erschienen in den Bei-
trägen zur Assyriologie und semitischen Sprachwissenschaft, Band VI,
Heft 1. Die vier Lichtdrucktafeln geben einen Teil der Photographien
von Pinches auf etwa V3 verkleinert wieder, aber in einer etwas irre-
führenden Weise unvollständig. Fast durchweg sind die Rosettenstreifen
herausgeschnitten und die beiden Friese unmittelbar übereinander gesetzt.
Dabei ist oft, z. B. auf D (J), die tatsächliche Lage der Friese zueinander
verschoben, wenn auch nur unbedeutend. Außerdem sind große Stücke
der Friese selbst unterdrückt und die Stellen auf den Tafeln leer gelassen.
Über diese Änderungen und ihre Gründe gibt der Text Billerbecks keine
Auskunft, wie er denn überhaupt auf seine Tafeln keinen Bezug nimmt.
Numeriert sind die Bronzeplatten, von Billerbeck als ‘Schienen’ be-
zeichnet, mit den Buchstaben des Textes von Pinches, ein Unterschied,
auf den die Konkordanz auf S. 2 verweist.
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