Deutsches Archäologisches Institut / Abteilung Athen [Editor]
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung — 47.1922

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Eurglövven

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Erechtheion-Nordhalle als Eingang des heiligen Bezirks, der schon
in archaischer Zeit den Pandrosostempel, die Kultmale, die Altäre des
Erechtheus, Zeus Herkeios, Butes, Hephaistos und vor der Erbauung
der Ringhalle auch das Kekropsgrab umfaßte; dieses alte Temenos hieß
in der Hekatompedon - Inschrift, wie ich vermute, ö xcao) orjxög,
bei Herodot (VIII 55) ’KQeyJJeo*; orjxög. Ein zweites Propylon in der
Gegend der oberen Tempel anzunehmen, fällt nicht schwer, zurnal da
eine obere Temenosmauer durch Herodot (V 77) bezeugt scheint.

Zum Schluß sei darauf hingewiesen, daß die Perser offenbar ausser
den drei großen Neubauten auch einen oder den anderen kleineren zer-
störten. Unter den Simen Wiegand Taf. 10, 2 und 3, den Akroteren
Nr. 691 und 693, den Gruppen Schrader, Archaische Marmorskulpturen
S. 60 ff. können sich sehr wohl Reste eines auch durch Baureste bezeugten,
spätarchaischen Pandrosions, vielleicht auch eines Propylons verbergen.

A t h e n , 1922. E r n s t B u s c h o r.
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