Amos, Johann Baptist ; Friedrich Karl <Bamberg, Bischof> [Gefeierte Pers.]
Allgemeines Gerücht und Ruhm Des grossen Nahmens Des Hochwürdigsten Fürsten und Herrn, Herrn Friederich Carl, Von Gottes Gnaden Bischoffen zu Bamberg und Würtzburg [et]c. Des H. Röm. Reichs Fürsten, auch Hertzogen zu Francken [et]c. [et]c.: Bey dreytägigen hohen Leich-Besingnuß Und ansehnlich aufgerichteten Trauer-Gerüst In der Pfarr-Kirchen des Hochgräfl. Schönbornischen Stamm-Hauses Heusenstamm; Vorgetragen den 7. September 1746 — Offenbach am Mayn, 1746 [VD18 12154644]

Seite: 57
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und Achtung hielten. Wer diese ausneh-
mende Lobsprüche, welche aus einem untrüglichen
Mund hergefloffen, recht einfiehet, wird leicht die
Ursache finden einer billigen und bitteren Klage.

Allein, da es ein unwandelbares Gesetz ist:
allen Menschen einmal zu sterben, und der Lod eben c.,.
so wenig anfiehet die Person, als der Schnitter oder
Mader die schöne Blümlein unter dem Gras, so
haben wir nm so mehr unserem Leydwesen Ziel und
Maaß zu setzen, als er die Fülle der Lagen schon
überlebet; 61« Mnorum noltrorum lepMÄAin- k-üi.
m Mw. Die Tage unserer Jahren seynd
ilebentzig Jahr. Er war ja unter allen Bi-
schöffen Leutschlands an Lebens-Jahren der älteste.
Er war im dreyund fiebenHigsten Jahre feines Al-
ters, und auch der drey und siebentzigste unter denen
Bischöffen zu Würhburg. Es war eben die volle
Crnds-Zeit, wo auch er dasjenige, was er an Tu-
gend und Gottseligkeit reichlich ausgesäet/ ;c«c-.
reichlich einernden solte/ er selbst war das
fruchtbare Lrayd-Körnlein, welches sich so vielfal-c.
tig vermehret, und nunmehr in völliger Zeitigung'
war, es wurde dabero abgeschnitten, damit es wie
die H. Sckrifft redet, in die Scheuer des HCrrn
eingesammlet würde. Seinen Verdiensten
Belohnung, seinem unermüdeten Bischöflichen
Cyfer und Sorgfalt zum Lrost, hat ihm die gött-
liche Vorsehung eine herrliche Feyerlichkeit Vorbe-
halten, welche das hohe Stifft Würßburg nur ein-
mal gesehen, und glaublich nicht mehr erfahren
P wird,
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