Andresen, Andreas
Der deutsche Peintre-Graveur oder die deutschen Maler als Kupferstecher: nach ihrem Leben und ihren Werken ; von dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts bis zum Schluss des 18. Jahrhunderts und in Anschluss an Bartsch's Peintre-Graveur, an Robert-Dumesnil's und Prosper de Beaudicour's französischen Peintre-Graveur (Band 1) — Leipzig, 1872

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Vorwort.

XHI

Wer nur einigermassen mit dem vorgesteckten Ziele
bekannt ist, der weiss, mit welchen Schwierigkeiten der
Verfasser zu kämpfen hat. Nichts nimmt sich so einfach
und leicht aus als ein gedruckt vorliegender Katalog, und
doch ist Nichts schwieriger als dessen Herstellung, es
steckt jahrelange Arbeit, viel Mühe, Enttäuschung und
Verzweiflung dahinter. Nicht blos, dass fast alle Vor-
arbeiten fehlen, es sind auch solche, die dafür ausge-
geben werden, öfters nichts Anderes als kritiklose, mehr
Schaden als Nutzen bringende Compilationen. Es gilt
aus einem fast regellosen Chaos erst ein geordnetes Ganzes
zu schaffen, welche Arbeit sich noch um so schwieriger
gestaltet, als das Material sich nicht beliebig comman-
diren lässt, sondern in der Nähe und Ferne gesucht
werden muss und dabei nicht selten fast unbezwingbare
Hindernisse zu Tage treten. Eine absolute Beherrschung
dieser Schwierigkeiten, eine ganz vollständige Erschöpfung
des Stoffes dergestalt, dass nichts Neues mehr zu ent-
decken, keine Lücke zu ergänzen, jeder Gegenstand,
jedes Blatt aufs Genaueste bestimmt wäre, ist kaum
einem Menschenkinde möglich, warten mit der Heraus-
gabe eines Peintre-Graveur, bis diese äusserste Grenze
erreichbar sei, hiesse das Unternehmen bis in die fernste
Zukunft verschieben. Die erreichbare Vollständigkeit
kann gewissermassen stets nur eine relative, von Zeit
und Menschen, vom heutigen Standpunkt der Wissen-
schaft und Forschung abhängige sein. Und diese er-
strebt, so weit als möglich erreicht zu haben, darf jeder
sterbliche Mensch sich schon glücklich schätzen.
Den Umfang des Werkes oder die Anzahl der Bände
anzugeben, ist uns bis jetzt noch nicht möglich. Der
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