Andresen, Andreas
Der deutsche Peintre-Graveur oder die deutschen Maler als Kupferstecher: nach ihrem Leben und ihren Werken ; von dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts bis zum Schluss des 18. Jahrhunderts und in Anschluss an Bartsch's Peintre-Graveur, an Robert-Dumesnil's und Prosper de Beaudicour's französischen Peintre-Graveur (Band 1) — Leipzig, 1872

Seite: 13
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MATTHES ZcNHT.

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auf einem Mörser und faltet die Hände zum Gebet.
Er ist nach rechts hin einem Fenster zugewendet,
ausserhalb dessen die heilige Dreieinigkeit in einer
Glorie von Cherubs in der Luft erscheint. Auf
der Fensterbank liegt seine Mütze und ein aufge-
schlagenes Gebetbuch; an der Hinterwand stehen
Büchsen und Schachteln. Links ein kleiner Ofen, auf
welchem eine Schüssel steht. Oben links hängt das
Schnaus'sche Wappen innerhalb eines Kranzes, an
welchem unten eine Cartouche ist mit der Inschrift :
WIL MICH GOT ERNEREN SO RAN IHM NIEMANT WEREN. 1 565.
Am Mörser und Ofen ist das Zeichen des Schnaus
angebracht, unter dem Mörser im Schatten die Buch-
staben M5, rechts auf einem Stein: iOAN. 4 . Auf einer
verzierten Schrifttafel unten steht ein achtzeiliges
gereimtes Gebet: o Dv GERECHTER GOT SERAOT,....
EWIGREIT, AMEN.
In den zweiten Abdrücken lesen wir hinter dem Wort AMEN
noch Folgendes : c. s. A. (Cyr. Schnaus Apotheker) 7/Y
Am 8. Ata/M/N Armo 15)2. So giebt Panzer, Verzeichn, nürnb.
Portraite, an.
Dies Blatt ist eine der besseren Arbeiten des Zündt. HELLER
hat es in der neuen Auflage seines Handbuchs für Kupferstich-
sammler irrig unter das Werk des BALT. JENICHEN gebracht.

15. Die Geburt Christi.
II. 3" 3"', Br. 4" 10'".
Links gewahren wir Maria und zAvei Engel, welche
das neugeborne Kind, das die Arme zu der knieenden
Mutter ausstreckt, verehren; hinter Maria Joseph,
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