Andresen, Andreas
Der deutsche Peintre-Graveur oder die deutschen Maler als Kupferstecher: nach ihrem Leben und ihren Werken ; von dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts bis zum Schluss des 18. Jahrhunderts und in Anschluss an Bartsch's Peintre-Graveur, an Robert-Dumesnil's und Prosper de Beaudicour's französischen Peintre-Graveur (Band 1) — Leipzig, 1872

Seite: 229
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0.5
1 cm
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JOST ÄMMAX.

239

Jede Holzschnittreihe ist 4" !"' h. und 13" 11 br.
Das Gedicht nimmt vier Columnen ein. Am Schluss
steht die Adresse: ZM AdiniAery, Aei/ Rrmd Ch?ne)d
Kuhr, 1589.
Das Sujet des Gedichtes ist bedeutend älter ais der Ho!z-
schnitt, wenigstens in einigen Theiien. Man kennt eine Hand-
zeichnung von A. Dürer, mit einer Bäckerei, Druckerei und
Schmiede von Briefen oder Edicten, eine Satire auf den Raths-
schreiber Laz. Spengler. Graf Cayius hat diese Handzeichnung
radirt.

73. Die Ehebrecherbrücke.
H. 28", Br. 40" 3'",
die Ueberschrift H. 3" 6'", Br. 39" 6'".
Dieser kolossale, ebenso interessante als seltene
Holzschnitt besteht aus 8 Bogen bildlicher Darstellung
und 4 Bogen Ueberschrift. Der Stoff, der Geschichte
des Königs Artus entnommen, scheint damals beliebt
gewesen zu sein; Virg. Solis stach ihn ebenfalls in
Kupfer (BARTSctt No. 300); die k. k. Kunstkammer in
Wien besass eine ähnliche, in Prenner's Prodro?MM3
abgebildete Skulptur.
Die dreizeilige, in Holz geschnittene, mit Linien
eingefasste und in Fracturbuchstaben ausgedrückte
Ueberschrift lautet: Km JcAöHe rnd AA/NcAe /h/mn,
rem der UAArecAcr DnicA, WcdcAc /GOuy HrOrs, ht
hrhdiu'u, Aü/y rcrAoryaeit AduycM DcZ/iA/dy, de/f Ai/r/b
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/cmer Aur^yirur, 3hd udcrZueycAdr, yc/dh K'iraderAur-
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