Anfangsgründe der teutschen, lateinischen und griechischen Sprache, und Rechenkunst: Zum Gebrauche der Vorbereitungsklassen zum Gvmnasium — Augsburg, 1778 [VD18 12046191]

Seite: 2
DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/anfangsgruende1778/0018
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
2 Grundsätze
Die Äbrheilung der Sylbm belangend, hat
man nicht ans den Anfang einiger Wörter Acht
M geben, wie im Lateine, sondern nur auf die
Aussprache. Also können zwar teursche Wörter
von Pf anfangen, als : Pferd, Pfund; doch
buchstabiier man : Lrop-feu, rup-fen, rc. weil
wir im Aussprechen das P von dem vorherge-
henden Selbstlaurer nicht zu trennen pstegm.
Zweytes Hauptstück.
Von den Buchstaben.
/^in schlechtes i wird am Ende des Wortes
niemals geseßet, sondern entweder ein y ge-
macht, oder ein e zur Verlängerung hmzugeschsr,
als: Bey, Geschrey, die, wie, Melodie.
Man findet zwar bisweilen das i am Ende;
doch der Gebrauch der meisten, und besten
Schriftsteller lehret das Widerspiel.
'Das-R/L, wird in hebräischen und-grie-
chischen Wörtern beybchalkeu, als: Badmus,
Btttharina, Gskrarss, Pericles, u.a.m.
Doch vor einem e, oder i, wo man bereits
SUS dem Latrine gewöhnet ist das R als ein L
atiSzt-sprechen, muß man dem Gebrauche, und
der Aussprache zufolge E schreiben, als : Ecu-
raurus, Lephalus, Limo;;, Lyprus, rc.
In lateinischen Wörtern wollen einige für
l'lichö-, Lgi-Zula, tzato, Leo: LchUS, Äatl^
rmla, 'Laro schreiben; doch ist hier das L vor-
zuzichen: Lajrw, Caligula, Lars; außer je-
nen
loading ...