Anfangsgründe der teutschen, lateinischen und griechischen Sprache, und Rechenkunst: Zum Gebrauche der Vorbereitungsklassen zum Gvmnasium — Augsburg, 1778 [VD18 12046191]

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zur teurscheu RechtschreibunF. 3
nen Wörtern, in welchen ein uralter Gebrauch
Las B eingeführet, als: Baiser, Base, Bau-
zel, Blofter, BreuZ, Broue, Büster; von
l^Xl'ar, caleur, cancLlli, claulirum, crux,
corona, cultos.
Das kleine s soll mit dem langen s nicht verr
wechselt werden. Das s wird nur am Ende ei-
nes Wortes gemacht. Z. B, Diejes, bis, aus,
u. a. m. Doch bleibt es'auch in der Mitte?
wenn ein solches Wort mit einem andern zusam-
mengesetzet wird, als: bisher, ausstehen, u.s. ft
Ein langes s wird im Anfänge, oder in det
Mitte eines Wortes gebraucht, als : seyen,
stellen, lesen, wünschet!, U. a. m.
Das ß ist kein einfacher Buchstabe, sondern
ein doppelter, welcher aus.Zusammensetzung des s
Und des alten z entstanden, und für ein verdop-
peltes s zu halten ist ; doch gilt es im Schreiben
nicht gleich, ob man ß oder ss schreibe; wie wir
bald sehen werden.
Drittes Hauptstück.
Von der Verdoppelung der Buchstaben»
Doppellauter kann aus zween gleichen Selbst-
7^ lautern bestehen, aa, ee, 00. ^Haar, Meer,
K.osr; oder aus verschiedenen, als La sind: (ne)
ar, au, ay, ei, eu, ey, ie, (oe) oi, oy-.
ou, ue, (ui). Baiser, Frau, Hayn, Grein,'
Zrmde, u, ft ft
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