Anfangsgründe der teutschen, lateinischen und griechischen Sprache, und Rechenkunst: Zum Gebrauche der Vorbereitungsklassen zum Gvmnasium — Augsburg, 1778 [VD18 12046191]

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GrrmdAtze
Hier ist vey dem verdoppelten s zu merken,
daß man ß mir ff nicht verwechsele. Das ß
wrrd gebraucht:
r. Am Tnds eines Mortes; 'wenn näm-
lich das s am Ende verdoppelt wird ;. welches
gemäß kurz angeführter Rege!, auch nach eurem
Doppellaute,' oder langen Sclbstlauter bröwerlerr
geschehen kann, alsweiß, (muäiöus) Fleiß/
Fuß/ groß, u. d. m.
Bey -dergleichen Wörtern bleibt das. ß auch
unverändert, wenn sie mit andern zusammenge-
seßet Werden, als: Faßeisttt, Fußst-le, Fuß-
wchDe, Zroßmächrrg, u.a.m.
2. In der Miere des Wortes; wenn
Nämlich besagte Wörter sm Ende wüchsen, und
Loch Len langey Ton dch vorhergehende.lt Selbst-
lauter beybehalten, als: groß, großer § größer;
Fuß, Fußes, Füße; Stoß, Stöße, stoßen;
nicht: grösser, Füsse, Grösse, stossen, u. L. ry.
Denn in diesen spricht man gleichsam: Groß:
groo-ßer, gröö-ßer; Stsoß, Gtöö-ße, ftoo-
ßen; Fmch, Fuu-ßes, FüüHs., In dreftil
. wird auch das ß niemals zertheilet, tyje das ff,
und andere verdoppelte Mitlauter, sondern gehö-
ret ganz zur folgenden Stzlhe.
Wenn

Die einsylbigten Wörter, dis keine Verlänge-
rung leiden, haben überhaupt nur einen Mirlauter
am Ende: bin, an, ob, man. Ausgenommen
jene, die Unterschieds halber denselben verdoppeln,
als: Daß, ut; denn, nsm; ZUM Umerschiede
LSN das. Koo. den. Kuno.
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